Cinema Arthouse Kino
Roßmarkt 7
Frankfurt am Main

Film „Gott“ mit Publikumsgespräch

zum Thema Selbstbestimmtes Sterben 
mit Reinhard Konermann, DGHS-Kontaktstellenleiter Südwest. 
Sektempfang, Infostand

Über 75% der befragten deutschen Bürger:innen sind für Selbstbestimmung am Lebensende; aber nur ca. 15% wissen laut einer Forsa-Umfrage vom Oktober 2024, dass professionelle Suizidhilfe in Deutschland erlaubt ist. Die DGHS organisiert eine Veranstaltungsreihe mit dem Film "GOTT", um ethische Fragen zum ärztlich assistierten Suizid zu diskutieren und die Praxis in Deutschland vorzustellen. Zu den ersten zehn Veranstaltungen kamen 1338 Besucher. 

Mit dem Kinofilm „GOTT“ von Ferdinand von Schirach wird eines der erfolgreichsten Dramen unserer Zeit gezeigt. Richard Gärtner, ein 78-jähriger ehemaliger Architekt, gespielt von Matthias Habich, hat einen Wunsch: Er möchte sein Leben beenden. Aber er will dies nicht im Ausland tun, sondern legal, mit der Unterstützung seiner Hausärztin. Die Situation von Richard Gärtner wird vor dem Ethikrat diskutiert. Die Debatte dreht sich nicht darum, welche Arten von Sterbehilfe für Ärzte straffrei sind, sondern ob Ärzte den Wunsch eines lebensmüden Patienten erfüllen dürfen - unabhängig davon, ob der Patient jung oder alt, gesund oder krank ist. Dr. Keller, ein Mitglied des Ethikrates und gespielt von Ina Weisse, befragt Experten und lässt sie ihre Meinungen äußern. Am Ende wendet sich die Vorsitzende direkt an das Publikum mit der Frage: Soll Richard Gärtner das tödliche Medikament erhalten, um sein Leben selbstbestimmt zu beenden?

Die Sonderveranstaltung wird organisiert von der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben e. V. (DGHS) und beginnt mit Sektempfang und Informationsmaterialien der DGHS. Nach dem Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Inhaltlich geht es um die rechtliche Situation der Suizidhilfe in Deutschland und um die Umsetzung des ärztlich assistierten Freitods.

Freitodbegleitungen sind in Deutschland legal und finden in einem gesicherten Rechtsrahmen statt. In dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020 wird als einzige Voraussetzung die Freiverantwortlichkeit der Sterbewilligen gefordert. Jeder darf helfen - auch alle Ärzt:innen und professionellen Organisationen. Die DGHS hat seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Februar 2020 mehr als 1000 Menschen an professionelle Freitodteams vermittelt. Diese bestehen aus einer Jurist:in und einer Ärzt:in. 

Tickets gibt es im Kino. 

Kontakt:
Helga Liedtke
Tel.: 0 69-95 20 07 26
E-Mail: helga.liedtke@dghs.de